So kann es gehen, wenn man nur noch Agenturbilder druckt. Heute haben mich die drei Tageszeitungen, die ich jeden Tag ins Haus bekomme, mal wieder mit dem gleichen Titelbild begrüßt. Sowas ärgert mich immer kollossal. Ich kann es ja noch verstehen, wenn irgendwo in der weiten Welt etwas passiert, Tsunami, Bombenhagel, Flugzeugabsturz... Da kann man nicht so schnell einen eigenen Fotografen hinschicken, aber wenn Flüchtlinge aus Beirut in Düsseldorf landen? So wird es irgendwann vielleicht immer sein, die eigenen Fotografen gibt es sowieso kaum noch und durch ständige Sparmaßnahmen hat man in der Zukunft alle freien Fotografen vom Markt gedrängt und MUSS sich auf Bilder von den großen Agenturen beschränken. Derzeit ist das Gott sei Dank noch nicht passiert.
Dass die "Nürnberger Nachrichten" (hier als Hersbrucker Zeitung) als Regionalzeitung dort keinen Fotografen hinschickt, versteh ich ja noch, obwohl sich die "NN" löblicherweise noch einen ganzen Stab von festangestellten Fotografen leistet. Das "Handelsblatt" sitzt aber doch selbst in Düsseldorf, oder?
"Die Welt" hat wenigstens noch einen Ausschnitt gemacht, wenn auch Axel Springer eigentlich genug Fotografen im Bundesgebiet verteilt haben sollte. Die Redaktionen gewöhnen sich aber daran, dass jeden Tag genug Material von allen Agenturen kommt und man deshalb an den Freien sparen kann. Dann muss man eben auch damit leben, dass sich die Blätter gleichen. Schade!
Übrigens, falls noch einer der Leser eine andere Tageszeitung vom Mittwoch 19.07.06 mit dem gleichen Bild von Reuters hat, her damit, ich stell' es gerne noch dazu. Das Bild von Reuters ist übrigens klasse, mir geht es da auch nicht um dieses Bild, sondern ums Prinzip.
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