Am 31. Juli hatte ich ja im ersten Teil über Capture One versprochen, noch weitere Teile folgen zu lassen. Roberto Casavecchia hatte in der digit! einen Test von vier verschiedenen RAW-Konvertern beschrieben. Heute also Teil II:
Apple Aperture – RAW-Postproduktion
mit neuem KonzeptNach Apples Spezialprogrammen zum Film und Musik-Schnitt, steht mit
Aperture nun auch dem Fotografen ein fortschrittliches Tool für die Umwandlung
und Bearbeitung von RAW-Bildern zur Verfügung. Aperture stellt alle notwendigen Funktionen und Werkzeuge bereit, um den kompletten RAW-Workflow zu organisieren.Neuartiges Konzept
Neu am Konzept von Aperture ist, dass die Original RAW-Datei unangetastet bleibt, d. h. alle Filter und Vorgänge werden nicht direkt am Bild angewendet, sondern in Form einer verknüpften Datei angehängt. Damit lassen sich auch große Dateien schnell und platzsparend bearbeiten.
Aperture nutzt viele Bestandteile und die neuen Grafikroutinen von OS X wie „Core Image“ aus um z. B. Filterfunktionen in Echtzeit ablaufen zu lassen. Die Systemanforderungen sind ziemlich hoch und es sollte mindestens ein G5 Mac sein, am besten mit Doppelprozessor und 2 GB Arbeitsspeicher. Auch bei den Grafikkarten zeigt sich Aperture nicht gerade zimperlich, verweigert es doch die Arbeit mit der eingebauten Standardkarte im G5 Mac 1,8 Mhz. Die unterstützten Grafikboards sind auf
der Apple Website aufgelistet und es empfiehlt sich zuerst einmal abzuklären, ob der verwendetet Mac eine kompatible Karte eingebaut hat. Die Version 1.1 läuft auch auf der neuen Apple Rechnergeneration mit Intel-Prozessoren.
Ich kann hier nur Roberto Casavecchia zitieren, mit MACs kenn ich mich leider überhaupt nicht aus. Bei Windows ist es aber auch immer so. Kaum kommt ein neues Programm oder Programmupdate heraus, schon musst du wieder den Rechner aufrüsten oder noch besser gleich 'nen neuen kaufen. Und dann heisst es wieder "digital fotografieren kostet doch nichts" - Ha Ha. Doch weiter im Text:
Coole Oberfläche und viele Funktionen
Als wirklich genial und cool kann man die Lupenfunktion von Aperture bezeichnen. In Echtzeit kann man eine gewünschte Bildstelle auswählen und im Vergrößerungsfenster
der Lupe sieht man sofort die Wirkung der eingestellten Filter und Funktionen. Die Lupe kann auch bei eingestellter Vorher/Nachher-Darstellung verwendet werden und erlaubt ein gezieltes und schnelles Vergleichen...
Jetzt beschreibt Casavecchia noch ein paar Funktionen, die sich seit der vorherigen Version geändert haben, so ist beispielsweise eine Staubfleckenentfernung und Retuschewerkzeug dazugekommen, die die anderen Konverter nicht bieten. Und er beschreibt noch ein paar Standarts wie Helligkeits- und Kontrastregler etc.
...Ein großes Plus von Aperture sind seine Fähigkeiten, mit großen Bildbeständen umzugehen. Die Archivierung und Katalogisierung wird mit einfach anwendbaren „Keywords“ erleichtert und gestattet später ein rasches Auffinden von Bilddaten. Für die Bildpräsentation steht ein virtueller Leuchttisch zur Verfügung und weitere Tools ermöglichen die Präsentation von Bildserien als Index-Print (Kontakt-Abzug), als Fotobuch oder im Internet als Webpage.
Fazit
Die Funktionsvielfalt von Aperture ist enorm und wird derzeit von keiner anderen Software geboten. Noch sind nicht alle Funktionen ausgefeilt, so ist der Weißabgleich noch stark verbesserungsfähig und die Qualität der RAW-Konvertierung ist noch nicht optimal. Bei entsprechend gut dotierter Hardware lässt sich wirklich zügig arbeiten, auch mit umfangreichen Bildvolumen.
Abschliessend lässt sich folgendes ergänzen, Aperture hat einen sehr hohen Funktionsumfang, braucht aber auch entsprechende Resourcen. Es hat sehr komplexe Funktionen und ein recht gutes Arbeitstempo, die Qualitaet der RAW-Konvertierung ist laut Roberto Casavecchia als gut zu bezeichnen. Es kostet in Deutschland 299,- Euro (in Österreich 319,-) und ist nur für MAC erhältlich.

Achtet doch bitte auf die Rechtschreibung, das ist schon sehr peinlich:
..., schon musst du wieder den Rechner aufgrüsten oder nch besser gleich 'nen neuen kaufen. Und dann heisst es wieder "digital fotografierebn kostet doch nichts"
Kommentiert von: Rainer Steußloff | 19. August 06 um 22:30 Uhr
Lieber Rainer,
da hast du natürlich Recht, vielen Dank für den Hinweis, ist schon geändert.
Es passiert halt trotz mehrmaligem Lesens immer wieder etwas. Aber da geht es mir wie den Tageszeitungen. Seit die sich die Lektoren einsparen, geht auch dort vieles schief. Falls du also Lektor werden willst, ich wäre dankbar für jemanden der gegenliest, um Rechtschreibfehler und auch andere Fehler zu vermeiden.
Übrigens auch hier wieder mal der Hinweis: Es wäre schön, noch ein paar Gastautoren zu haben. Wer sich also berufen fühlt , bitte melden!
Kommentiert von: Thomas Geiger | 20. August 06 um 14:53 Uhr